Über uns

Die KIL – KünstlerInitiative Lampertheim wurde 2014 als Teil von „cultur communal“ von 4 Künstlern gegründet und hat in Lampertheim/Hofheim in der alten Post ihre Heimat gefunden. Die Zusammensetzung der Mitglieder, kooperierenden Künstler und Förderer zeichnet sich dadurch aus, dass grundverschiedene Künstler-Persönlichkeiten eine vitale Basis der künstlerischen Entfaltung und der gemeinsamen öffentlichen Aktion gefunden haben und immer wieder neu finden. Die KiL organisiert überregional beachtete Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst, engagiert sich in der Vermittlung von Kunst und fördert den künstlerischen Nachwuchs.

Künstlerinitiative Lampertheim (KiL), Schulstraße 4, 68623 Lampertheim / Hofheim

 

Die Herbst-Ausstellung der Galerie KiL:

Das große Fressen. 10 Künstler beziehen Stellung

Vernissage am 11. Oktober, 19:00 Uhr

Ausstellungsdauer bis 7. November 2019

Als 1973 der Film „La Grande Bouffe“ – der deutsche Titel „Das große Fressen“ –  erschien, war die Irritation groß. Der Film von Marco Ferreri mit den Hauptdarstellern Marcello Mastroianni, Michel Piccoli, Philippe Noiret und Ugo Tognazzi handelt von Männern des gehobenen bürgerlichen Milieus, die beschlossen haben, durch den exzessiven Verzehr von Delikatessen den Tod zu finden. Es geht also nicht um das Essen, es geht ums Fressen, das heißt um das Übermaß, das mit Genuss nichts mehr gemein hat. Die vier Männer fressen sich buchstäblich zu Tode.

Und als die Kunsthalle Bielefeld im Jahr 2004 das Thema erneut aufgreift, vermutet Michael Althen, dass der Film aus heutiger Sicht noch skandalöser sei, als er es damals war. Und wie sieht es 2019 aus? Er ist nicht skandalöser, er ist aktueller denn je. Das große Fressen hat sich nicht nur auf weite Bevölkerungsschichten ausgedehnt, es hat sich auch wie Mehltau gelegt auf nahezu alle Bereiche unseres Lebens, bis hinein in die privatesten Winkel: Konsum, Wirtschaft, Sexualität und Partnerschaft, Kunst und Kultur, Kommunikation und und. Die Gier ist allgegenwärtig geworden. Noch mehr, noch größer, noch besser, am liebsten Alles und noch darüber hinaus. Die Frage, ob man etwas braucht,  ob man vielleicht anderen Menschen schadet, ob man sich noch mehr zumuten soll, ob es gar einen Sinn macht, wird selten gestellt. Seit der aktuellen Klimadiskussion vielleicht im Moment ein wenig öfter?